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Kampfgeschwader 4

De Commission Historique


Kampfgeschwader 4 "General Wever" (1 mai 1939 – 8 mai 1945)

Sous-institution de Luftwaffe

Résumé

Contexte

Das Kampfgeschwader 4 entstand am 1. Mai 1939 durch die Umbenennung des Kampfgeschwaders 253 in Erfurt (Stab), Gotha (I. Gruppe), Erfurt (II. Gruppe) und Nordhausen (III. Gruppe). Ausgerüstet war das Geschwader mit der Heinkel He 111 P. Vor Beginn des Polenfeldzuges verlegte das Geschwader nach Schlesien, wo es der 2. Flieger-Division der Luftflotte 4 unterstellt war. Am 1. und 2. September 1939 bekämpfte das Geschwader polnische Flugplätze, danach Bahnlinien und Bahnhöfen und ab dem 6. September Verkehrsverbindungen und feindliche Kolonnen. Ab dem 21. September 1939 kehrte das Geschwader auf seine Heimathorste zurück. Ab Ende September 1939 wurde das Geschwader mehrfach verlegt und dabei der Luftflotte 2 unterstellt.

Zu Beginn des Jahres 1940 lag das Kampfgeschwader 4 auf den Horsten Quakenbrück, Diepolz und Vechta. Am 1. Februar 1940 wurde es der 9. Fliegerdivision unterstellt. Auch zu Beginn des Jahres 1940 gab es mehrere Verlegungen der einzelnen Gruppen. Ab März 1940 begann die III. Gruppe als erste der Luftwaffe mit der Umrüstung auf die Junkers Ju 88, wobei auch weiterhin mit der Heinkel He 111 geflogen wurde, was zu großen Schwierigkeiten führte. Anfang April 1940 wurde das Geschwader dem X. Fliegerkorps für den bevorstehenden Einsatz in Norwegen unterstellt. Ab dem 9. April 1940 nahm das Geschwader dann am Feldzug gegen Norwegen und Dänemark teil. Die I. und II. Gruppe wurden über Dänemark eingesetzt, die III. Gruppe mit den verbleibenden Heinkel He 111 über Norwegen. Ab dem 10. April 1940 wurde dann das ganze Geschwader über Norwegen über dem Raum Oslo eingesetzt und verlegte hierzu mit den Gruppen nach Aalborg und Oslo-Fernabu. Nach der Landung der Alliierten in Norwegen flog das Geschwader Einsätze gegen die gelandeten Truppen sowie gegen den alliierten Schiffsverkehr. Mit der Sicherung des mittelnorwegischen Raumes um Drontheim endete der Einsatz des Geschwaders Ende April 1940. Es verlegte beschleunigt nach Norddeutschland zurück, um für den Westfeldzug bereit zu stehen. Hierzu wurde das Geschwader dem General z.b.V. bei der Luftflotte 2 unterstellt. Auftrag des Geschwaders war die Unterstützung der Fallschirmjäger bei Dordrecht und Rotterdam sowie der 18. Armee. Wieder waren ab dem 10. Mai 1940 die Fliegerhorste in Holland. Die I. Gruppe wurde zu Versorgungsflügen für die Fallschirmjäger bei Dordrecht, Den Haag und am Albert-Kanal eingesetzt. Ab dem 15. Mai 1940 flog die Gruppe Einsätze zur Unterstützung der 18. Armee. Am 21. Mai 1940 wurde Dünkirchen zum ersten mal angegriffen. Am 30. Mai 1940 wurde das Geschwader wieder der 9. Flieger-Division unterstellt. Die III. Gruppe war nun vollständig mit der Junkers Ju 88 ausgerüstet. Weiterhin flog das Geschwader Einsätze gegen die alliierten Truppen um Dünkirchen und die dort eingesetzten Schiffsverbände. Nach dem "Fall Paule", dem Großangriff der deutschen Luftwaffe auf die Fliegerbodenorganisation um Paris am 3. Juni 1940 wurde die I. Gruppe aus dem Einsatz gezogen und auf die Heinkel He 111 H 4 umgerüstet. Es folgten weitere Einsätze gegen alliierte Truppenansammlungen und Verladeoperationen in Nord- und Nordwestfrankreich. Am 19. Juni 1940 endete der Westfeldzug für das Geschwader. Am 18. Juni 1940 wurde in Faßberg die Ergänzungsstaffel des Kampfgeschwaders 4 aufgestellt. Sie war mit der Heinkel He 111 P ausgerüstet und bereitete die Besatzungen auf den Fronteinsatz vor.

Nach dem Westfeldzug wurde das Geschwader der 9. Fliegerdivision (später IX. Fliegerkorps) unterstellt. Neue Aufgabe des Geschwaders war der Luftminenkrieg an der englischen Küste. Hierzu wurden die einzelnen Gruppen im Einsatz mit Minen ausgebildet, wobei die I. Gruppe bereits ab dem 12. Juni 1940 aus dem Einsatz gezogen und nach Wittmundhafen zur Ausbildung verlegt wurde. Der Erste Einsatz mit LMA (Luftmie, Typ A, 500 kg) erfolgte am 15. Juni 1940- Hinzu kamen erste Störangriffe gegen Ziele auf der britischen Insel direkt (Tanklager, Industrieziele). Ende Juli 1940 lag das ganze Geschwader in Holland. Ab dem 2. August 1940 nahm das Geschwader am verschärften Luftkrieg gegen England teil. Die Luftangriffe auf England wurden bis über den Jahreswechsel geflogen. Am 15. Oktober 1940 schied die dritte Gruppe aus dem Geschwaderverband aus und bildete die III. Gruppe des Kampfgeschwaders 30.Am 15. Dezember 1940 erhielt die 2. Staffel den Befehl, als Minenstaffel in den Mittelmeerraum zu verlegen. Sie wurde dort dem X. Fliegerkorps unterstellt.

Zu Beginn des Jahres 1941 lag das Kampfgeschwader 4 mit allen Gruppen in Holland, die Ergänzungsstaffel lag in Faßberg. Das Geschwader wurde zu Luftangriffen gegen England und zum Luftmineneinsatz eingesetzt. Die 2. Staffel war zum Minenseinsatz im Mittelmeerraum im Einsatz und lag dabei auf Sizilien. Am 15. Januar 1941 entstand in Leeuwarden eine neue dritte Gruppe mit Gruppenstab und 7. und 8. Staffel. Die 9. Staffel folgte am 17. Mai 1941. Ausgerüstet war die Gruppe mit der Heinkel H e111 H4 und H5. Ende März 1941 wurde die II. Gruppe aus dem Einsatz gegen England herausgezogen und nach Wien-Aspern verlegt, um am Balkanfeldzug teilzunehmen. Die Gruppe wurde hierzu dem VIII. Fliegerkorps unterstellt. Die Gruppe flog jedoch nur zwei Angriffe gegen Belgrad. Anschließend verlegte die Gruppe nach Zilisea, wo sie zur Verminung des Suez-Kanals eingesetzt wurde. Die 5. Staffel verlegte nach Catania auf Sizilien und flog von dort aus Einsätze mit der 2. Staffel. Anfang Mai 1941 verlegte die 4. Staffel in die irakische Hauptstadt Bagdad. Unter dem Kommando des Sonderstabes F bekämpfte sie britische Truppen die den Irak besetzt hielten. Der Einsatz der Gruppe dauerte bis zum 5. Juli 1941, die Gruppe verlegte anschließend nach Rosières in Frankreich. Die Einsätze des Geschwaders gegen England dauerten bis Mitte Juli 1941. Die 2. Staffel hatte ihren Einsatz im Mittelmeerraum am 29. Mai beendet und verlegte zurück nach Soesterberg.

Am 19. und 20. Juli 1941 verlegte das Geschwader nach Königsberg-Prowehren, um anschließend am Rußlandfeldzug teilzunehmen. Hierzu wurde das Geschwader der Luftflotte 2 unterstellt. Am 21. Juli 1941 flog das Geschwader einen ersten Einsatz gegen die russische Hauptstadt Moskau. Anschließend folgten Mineneinsätze in der Ostsee sowie ab August 1941 Einsätze im Rahmen der Heeresunterstützung im Nordabschnitt der Ostfront. Hierzu wurde das Geschwader ab dem 8. August 1941 dem I. Fliegerkorps unterstellt und nach Korowje Selo verlegt. Vom 16. bis zum 21. August 1941 unterstand die I. Gruppe kurzzeitig dem Kampfgeschwader 77 zur bewaffneten Aufklärung und Truppenbekämpfung unterstellt. Das Geschwader wurde im Herbst 1941 im Raum Leningrad eingesetzt. Am 4. September verlegte die I. Gruppe 2 Staffeln zurück nach Königsberg-Prowehren, um dort deren technische Einsatzbereitschaft wieder herzustellen. Die verbleibende Reststaffel wurde der III. Gruppe unterstellt. Ab dem 1. Oktober 1941 lag die I. Gruppe dann wieder vereint in Dno-Griwotschki. Anfang Oktober 1941 verlegte die II. Gruppe nach Königsberg-Prowehren zur Auffrischung. Gleichzeitig wurde die III. Gruppe in den Mittelabschnitt der Ostfront verlegt und dort dem VIII. Fliegerkorps bei der Luftflotte 2 unterstellt. Die Gruppe flog Einsätze gegen den Eisenbahn- und Kolonnenverkehr des Gegners. Am 15. November 1941 kehrte die Gruppe nach Pleskau zurück. Ende November 1941 gab die III. Gruppe ihre Maschinen an die I. Gruppe ab und verlegte zur Auffrischung nach Faßberg. Hier wurde sie mit der Heinkel He 111 H6 ausgerüstet.

Die I. Gruppe war am 16. Oktober 1941 nach Pleskau verlegt worden und flog von hier aus Einsätze gegen den Raum Leningrad sowie Versorgungseinsätze für das Heer. Am 29. Dezember 1941 verlegte dann noch die II. Gruppe zum VIII. Fliegerkorps in den Mittelabschnitt der Ostfront, ob hier in die Kämpfe um Moskau einzugreifen.

Zu Beginn des Jahres 1942 lag das Kampfgeschwader 4 im Nordabschnitt der Ostfront. Die III. Gruppe befand sich zur Auffrischung in Fassberg, die IV. Ergänzungsgruppe in Frankreich südlich von Laon. Im Januar 1942 übernahm das Geschwader Versorgungsflüge für die in Cholm und Demjansk eingeschlossenen deutschen Truppen. Zudem flog es Einsätze gegen die an der Wolchow-Front durchgebrochenen russischen Verbände. Die III. Gruppe wurde während ihrer Auffrischung in Faßberg zum Lastensegler schleppen ausgebildet. Im Mai 1942 wurde das Geschwader in Königsberg-Prowehren zusammen gezogen, um geschlossen zum Luftmineneinsatz herangezogen zu werden. Ab dem 27. Mai 1942 verminte das Geschwader den Finnischen Meerbusen zwischen Kronstadt und der gegenüberliegenden Küste. Die Mineneinsätze dauerten bis Mitte Juni 1942. Anschließend verlegten der Geschwaderstab sowie die I. und II. Gruppe nach Seschtschinskaja. Von hier aus sollen die schweren Kämpfe der Heeresgruppe Mitte unterstützt werden. Hierzu unterstand das Geschwader der 1, Flieger-Division. Ab dem 2. Juli 1942 unterstützte das Geschwader den Einsatz des Heeres gegen die 39. sowjetische Armee im Raum zwischen Bjeljoi und Trawino, wobei es der 2. Flieger-Division unterstellt war. Anfang Juli 1942 gelang der Roten Armee bei Wolchoff ein tiefer Einruch. Darauf wurde das Geschwader wieder der 1. Flieger-Division unterstellt und zur Abriegelung des Einbruchsraumes eingesetzt. Am 13. Juli war der eingebrochene Gegner vernichtet und das Geschwader flog wieder Einsätze gegen Bahnhöfe und den Eisenbahnverkehr aus dem Raum Moskau nach Süden. Ende Juli 1942 begann die russische Offensive im Raum um Rshew, wogegen das Geschwader schwerpunktmäßig eingesetzt wurde. Ende November 1942 folgte der Einsatz gegen die bei Kalinin-Toropez angreifenden Einheiten der Roten Armee. Ende Dezember 1942 wurde die I. Gruppe aus dem Einsatz gezogen und zur Umrüstung nach Königsberg-Gutenfeld, später Lechfeld in Marsch gesetzt.

Die III. Gruppe des Geschwaders wurde 1942 abgesetzt vom restlichen Geschwader eingesetzt. Nach dem Luftmineneinsatz im Mai / Juni 1942 verlegte die III. Gruppe Mitte Juni 1942 nach Faßberg, wo sie dem XI. Fliegerkorps unterstellt wurde. Nach einem kurzen Zwischenaufenthalt in Diepholz verlegte die Gruppe am 8. Juli nach Nikolajew-Ost in den Südabschnitt der Ostfront. Am 14. Juli folgte die nächste Verlegung, dieses mal nach Charkow.Woitschenko, wo der Gruppe eine verstärkte Go-242-Staffel unterstellt wurde. Mit diesen Lastenseglern flog die Gruppe Versorgungsflüge im Südabschnitt der Ostfront. Am 28. Juli folgte die Gruppe dem deutschen Vormarsch und verlegte nach Makejewka. Weiter wurde die Gruppe zu Versorgungsflügen eingesetzt. Ab dem 20. August flog die Gruppe dann Bombenangriffe auf den Raum Stalingrad bis nach Astrachan. Dabei unterstand sie dem VIII. Fliegerkorps. Am 28. September schied die Gruppe aus dem Unterstellungsverhältnis des VIII. Fliegerkorps aus, um für ein Luftlandeunternehmen bei Astrachan bereit zu stehen. Hierzu verlegte die Gruppe nach Wittstock, um die volle Einsatzbereitschaft herzustellen. Nachdem das Unternehmen abgesagt wurde, verlegte die Gruppe mit der 7. und 8. Staffel nach Posen und mit der 9. Staffel nach Lechfeld, um die Schleppausbildung zu vervollständigen. Am 26. Oktober verlegte die verstärkte 9. Staffel nach Kalamaki bei Athen, um von dort aus Versorgungsflüge nach Afrika durchzuführen. Am 30. Oktober 1942 verlegte die gesamte III. Gruppe nach San Pancrazio bei Leece und versorgte die Panzerarmee Afrika mit Betriebsstoff und Munition. Nach der Landung der Alliierten in Algerien am 8. November 1942 führte die Gruppe Versorgungsflüge nach Tunis durch. Am 3. Dezember endete der Einsatz der Gruppe im Mittelmeerraum. Sie wurde nach Smolensk-Nord verlegt, um die in Welikije Luki eingeschlossenen deutschen Truppen zu versorgen.

Das Jahr 1943 begann für das Geschwader im Nordabschnitt der Ostfront auf den Fliegerhorsten Seschtschinskaja und Smolensk-Nord. Die I. Gruppe lag in Königsberg-Gutenfeld zur Auffrischung, die IV. Ergänzungsgruppe lag nach wie vor in Avord. Die I. Gruppe verlegte nach einem Gruppenurlaub am 9. Februar 1943 nach Lechfeld, um hier auf die Heinkel He 177 umzurüsten. Dabei unterstand die Gruppe dem General der Kampfflieger direkt. Nach erfolgter Umrüstung der Gruppe wurde diese am am 21. Oktober 1943 in I. / Kampfgeschwader 100 umbenannt und schied aus dem Kampfgeschwader 4 aus. Im Austausch wurde dem Geschwader die I. / Kampfgeschwader 100 als neue I. Gruppe dem Geschwader unterstellt. Die Gruppe lag in Nikolayew-Ost an der Ostfront und unterstand dem I. Fliegerkorps. Anfang November 1943 verlegte die Gruppe nach Sarabus auf der Krim zur Abwehr der dortigen russischen Offensive bei Kertsch. Zu Beginn des Jahres war die II. Gruppe gegen die sowjetische Winteroffensive bei Orel eingesetzt. Nach der Stabilisierung der Front flog die III. Gruppe ab Mitte März 1943 vorwiegend Nacht- und nur vereinzelte Tagangriffe bei Orel geflogen. Im April 1943 folgten Tagangriffe im Raum Kursk. Am 7. Mai 1943 verlegte die Gruppe nach Karatschew, an der Rollbahn Orel - Brjansk. Von hier aus flog die Gruppe strategische Luftangriffe in den Raum Gorkij und Jaroslawl. Ab Juni 1943 flog die Gruppe Einsätze im Raum Kursk zur Vorbereitung der deutschen Offensive bei Kursk. Schwerpunkt der Angriffe bildete der Bahnhof von Kursk. Mitte Juni verlegte die Gruppe nach Seschtschinskaja. Nach Beginn der deutschen Offensive (Unternehmen Zitadelle) wurde die Gruppe zur unmittelbaren Heeresunterstützung eingesetzt. Nach dem Scheitern der deutschen Offensive und dem Beginn der russischen Gegenoffensive am 11. Juli 1943 flog die Gruppe Angriffe gegen die angreifenden russischen Verbände. Bis zum 20. Juli 1943 waren die II. und III. Gruppe und der Geschwaderstab in Schatalowka-West zusammen gefasst. Ende August 1943 verlegte die Gruppe nach Konotop in der Nordukraine. Von hier aus flog die Gruppe Einsätze im Raum Sjewsk. Ende August kehrte sie in den Mittelabschnitt der Ostfront zurück. Infolge der Absetzbewegungen des Heeres verlegte die Gruppe Anfang September 1943 nach Orscha-Süd, wo sie die nächsten Wochen verblieb. Am 26. September 1943 verlegte die Gruppe dann nach Puchowitschi in das Bandengebiet südostwärts von Minsk. Anfang Dezember 1943 folgte noch die Verlegung nach Bialystok.

Die III. Gruppe des Geschwaders verlegte im Januar 1943 in den Südabschnitt der Ostfront, um das Absetzen der deutschen Truppen aus dem Kaukasus zu unterstützen. Von Bagerowo aus flog die Gruppe Schleppeinsätze mit Go 242 über die Straße von Kertsch. Ab dem 20. Februar 1943 flog die Gruppe zusätzlich Kampfaufträge zur Störung der feindlichen Nachschubwege. Im April 1943 wurde die Gruppe zur Beleuchtung von Noworossijsk und gegen den dortigen sowjetischen Landekopf sowie zur Verminung von Gelendshik eingesetzt. Ab dem 30. April 1943 wurden Einsätze gegen die russischen Angriffe am Kubanbrückenkopf geflogen. Anfang Juni 1943 verlegten Teile der Gruppe nach Brjansk, um an der Offensive bei Kursk teilzunehmen. Mitte Juni 1943 verlegte die Gruppe nach Karatschew. Nach Beginn der deutschen Offensive (Unternehmen Zitadelle) wurde die Gruppe zur unmittelbaren Heeresunterstützung eingesetzt. Nach dem Scheitern der deutschen Offensive und dem Beginn der russischen Gegenoffensive am 11. Juli 1943 flog die Gruppe Angriffe gegen die angreifenden russischen Verbände. Bis zum 20. Juli 1943 waren die II. und III. Gruppe und der Geschwaderstab in Schatalowka-West zusammen gefasst. Im August 1943 verlegte die Gruppe kurzfristig nach Mirgorod im Südabschnitt der Ostfront, um gegen die hier ebenfalls beginnende russische Offensive eingesetzt zu werden. Sie kehrte Ende August 1943 nach Schatalowka-West zurück. Am 8. September 1943 verlegten die III. Gruppe und der Geschwaderstab nach Orscha-Süd, so dass die eingesetzten Teile des Geschwaders hier vereint waren. Am 26. September 1943 verlegte die III. Gruppe nach Ulla zu Einsätzen gegen Witebsk und Orscha. Im Dezember 1943 folgte die Verlegung nach Bialystok, wo sie auf den Geschwaderstab und die II. Gruppe traf. Hier wurde das Geschwader aufgefrischt.

Zu Jahresbeginn 1944 lag das Kampfgeschwader 4 mit Geschwaderstab, II. und III. Gruppe zur Auffrischung in Bialystok, die I. Gruppe in Sarabus auf der Krim und die IV. Gruppe in Avord in Frankreich. Die I. Gruppe wurde auf der Krim zur Abwehr der russischen Offensive gegen die Halbinsel eingesetzt. Am 13. März 1943 verlegte die Gruppe nach Odessa. Von hier aus griff die Gruppe in die Kämpfe am unteren Bug, im Ingulez- und Dnjepr-Abschnitt ein. Außerdem flog die Gruppe auch weiterhin Einsätze über der Krim. Anfang April 1944 erreichte die Gruppe Mielec, wo sie dem Kampfgeschwader 27 unterstellt wurde. Von hier aus flog die Gruppe Versorgungseinsätze für die 1. Panzerarmee, die im sog. "Hube-Kessel" bei Kamenez-Podolsk eingeschlossen war. Nachdem der 1. Panzerarmee der Durchbruch zu den eigenen Linien gelungen war, verlegte die I. Gruppe am 17. April 1944 nach Focsani, wo sie wieder dem I. Fliegerkorps unterstellt wurde. Die Gruppe wurde nun verstärkt zur Deckung der deutschen Rücktransporte von Sewastopol und zu Luftangriffen bei Sewastopol eingesetzt. Ab Mitte Mai 1944, nach dem Ende des deutschen Rückzuges von der Krim, setzte die Gruppe ihre Einsätze zur Eisenbahnbekämpfung fort. Anfang Juni 1944 wurde die Gruppe wegen der verstärkten Luftgefahr auseinander gezogen Die 2. Staffel verlegte nach Risipiti, die 3. Staffel nach Rastoaca. Der Platz Focsani wurde dann auch tatsächlich am 11. Juni 1944 schwer bombardiert. Durch die Auflockerung entstanden keine Verluste. Am 20. August 1944 begann die russische Offensive am Dnjestr, wo die dort eingesetzten rumänischen Einheiten dem russischen Druck nicht Stand halten konnten. Die I. Gruppe wurde umgehend gegen den Einbruchsraum eingesetzt. Ende August 1944 musste die Gruppe vor dem russischen Vorstoß nach Debrecen ausweichen. Trotz der Auflockerung verlor die Gruppe 11 Maschinen beim Angriff feindlicher Jagdbomber auf Mikepercs. Ende September 1944 verlegte die Gruppe auf den Platz Budapest-Ferihegy. Die 2. Staffel wurde zum Schutz der Räumung der Aegäischen Inseln nach Griechenland abgestellt. Im Oktober 1944 verlegte die Gruppe dann nach Papa, wo sich das gesamte Geschwader versammelte. Die II. und III. Gruppe des Kampfgeschwaders 4 lagen zusammen mit dem Stab bei Jahresbeginn zur Auffrischung in Bialystok. Dabei wurde die II. Gruppe zu einer Zielfinder- und Beleuchtergruppe ausgebildet werden. Ab dem 27. März 1944 wurden die Gruppen wieder zu taktischen Luftangriffen im russischen Hinterland eingesetzt. Ende Mai 1944 wurde auch die III. Gruppe zu einer Zielfinder- und Beleuchtergruppe ausgebildet. Am 11. Juni 1944 verlegte die II. Gruppe nach Baranowitschi. Am 21. und 22. Juni nahmen die II. und III. Gruppe am Angriff der Luftwaffe auf die Flugplätze Poltawa und Migorod teil, bei dem eine größere Anzahl dort gelandeter amerikanischer schwerer Bomber zerstört wurden. Nach dem Beginn der russischen Sommeroffensive am 22. Juni 1944 wurden die II. und III. Gruppe wieder zur Heeresunterstützung eingesetzt. Es folgten mehrere Verlegungen der beiden Gruppen in Richtung Westen. Am 23. Juli 1944 erreichte die II. Gruppe Zichenau in Ostpreußen und die III. Gruppe erreichte im Juli 1944 Thorn. Am 6. und 7. August 1944 flogen die beiden Gruppen Einsätze gegen die Erhebung der polnischen Heimatarmee in Warschau.

Im Oktober 1944 versammelte sich das gesamte Geschwader in Ungarn auf dem Flugplatz Papa, wo es der Luftflotte 4 unterstellt wurde. Wegen Betriebsstoffmangel blieben die Maschinen der Gruppen meist am Boden. Die III. Gruppe verlegte Ende Oktober 1944 nach Tonndorf im Raum Posen, wo sie Versorgungseinsätze für angeschnittene Heereseinheiten flog. Von der II. Gruppe verlegten Teile nach Griechenland zur Unterstützung der dort laufenden Evakuierungsmaßnahmen. Der Rest des Geschwaders verblieb weiterhin untätig. Nach Beginn der russischen Offensive gegen Budapest verlegten die I. Gruppe nach Novy Dwor in der Slowakei und die II. Gruppe nach Wiener-Neustadt. Von diesen beiden Fliegerhorsten wurde die Gruppe gegen russische Einheiten im Raum Budapest eingesetzt. Außerdem flogen die beiden Gruppen Versorgungseinsätze nach Budapest.

Die IV. Gruppe war unterdessen am 15. August 1944 aufgelöst worden.

Das Kampfgeschwader 4 lag zu Beginn des Jahres 1945 mit Stab und I. Gruppe in NovyDwor sowie der II. Gruppe in Wiener-Neustadt und wurde zur Versorgung der in Budapest eingeschlossenen deutschen Truppen und zu Bombenangriffen im Raum Budapest eingesetzt. Die III. Gruppe lag in Tonndorf im Raum Posen und wurde ebenfalls zur Versorgung abgeschnittener deutscher Truppen eingesetzt. Anfang Januar 1945 verlegte auch die III. Gruppe nach Wiener-Neustadt, um ebenfalls an der Versorgung von Budapest teilzunehmen. Nach dem Fall von Budapest am 12. Februar 1945 wurde das Geschwader zur Versorgung der eingeschlossenen Stadt Breslau eingesetzt. Die II. Gruppe verlegte Anfang März 1945 in den Bereich des II. Fliegerkorps nach Mitteldeutschland und die III. Gruppe nach Wels in Oberösterreich. Weiterhin wurden die Gruppen zur Versorgung Breslaus eingesetzt. Die I. Gruppe verlegte nach Dresden. Gegen Ende April 1945 kam die Versorgung Breslaus an Mangel an Versorgungsgütern langsam zum Erliegen. Die letzten Versorgungseinsätze wurden am 28. April1 945 geflogen. Im Anschluß wurde die II. Gruppe zur Heeresunterstützung an der Oder eingesetzt. Bis Kriegsende wich die Gruppe bis nach Eggebek in Schleswig-Holstein aus. Stab, I. und III. Gruppe befanden sich bei Kriegsende in Königgrätz.


Kommandeure:

Geschwaderkommodore:

Oberst Martin Fiebig, 1. September 1939

Oberst Hans-Joachim Rath, 30. Mai 1940

Oberst Dr. Gottlieb Wolff, 16. Juni 1942

Oberstleutnant Heinz-Joachim Schmidt, 12. Januar 1943

Oberstleutnant Werner Klosinski, 10. Mai 1943

Major Reinhard Graubner, 4. Dezember 1944


I. Gruppe

Gruppenkommandeure:

Oberstleutnant Nikolaus-Wolfgang Maier, 1. Mai 1939

Oberstleutnant Hans-Joachim Rath, 24. November 1939

Major Hans von Ploetz, 5. Juni 1940

Major Meissner, 9. Juli 1940

Major Schult, 14.Dezember 1940

Hauptmann Klaus Nöske, 28. Januar 1941

Major von Groddeck, 18. Mai 1941

Major Klaus Nöske, 8. Juli 1941

Major Alewyn, 4. Januar 1942

Hauptmann Helmuth Boltze, 26. März 1942

Major Wolf Wetterer, 21. September 1942

Hauptmann Hans-Gotthelf von Kalckreuth, 1. Juni 1943

Major Hansgeorg Bätcher, 21. Oktober 1943

Major Ernst Göpel, 24. März 1944

Hauptmann Rolf Rannersmann, Februar 1945


II. Gruppe

Gruppenkommandeure:

Oberstleutnant Wolfgang Erdmann, 1. Mai 1939

Major Dietrich Freiherr von Massenbach, 1. Oktober 1939

Oberstleutnant Dr. Gottlieb Wolff, 3. Juli 1940

Major Rolf Samson Himmelstjerna, Juli 1942

Major Karl von Knauer, 23. September 1942

Oberstleutnant Heinz-Joachim Schmidt, 18. Oktober 1942

Major Reinhard Graubner, 30. Januar 1943

Major Carl-Otto Hesse, 1. Juli 1944


III. Gruppe

Gruppenkommandeure:

Major Evers, 1. Mai 1939

Major Neudörffer, Dezember 1939

Major Erich Bloedorn, 19. Juni 1940

Major Wolfgang Bühring, 3. Februar 1941

Hauptmann Hermann Kühl, 25. November 1941

Major Wolfgang Queisner, 31. Juli 1942

Major Werner Klosinski, 6. September 1942

Major Kurt Neumann, 20. Mai 1942

Major Ernst Dieter von Tellemann, März 1944

Major Reinhard Graubner, 2. Juli 1944

Major Herbert von Kruska, 5. Dezember 1944


IV. Gruppe

Gruppenkommandeure:

Major Karl-Gerd Roth, 18. Juni 1940

Major Karl Alber, 19. Juni 1943


Literatur und Quellen:

DIERICH Wolfgang, Die Verbände der Luftwaffe 1935–1945, Verlag Heinz Nickel

DIERICH Wolfgang, Die Verbände der Luftwaffe 1935 - 1945 - Gliederungen und Kurzchroniken - Eine Dokumentation, Motorbuch-Verlag, 1976

BALKE Ulf, Der Luftkrieg in Europa 1941–1945, Bechtermünz Verlag

GUNDELACH Karl, Kampfgeschwader 4 "General Wever", Motorbuch-Verlag, Stuttgart, 1978

TESSIN Georg, Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939 - 1945, Band 14

http://www.ww2.dk/air/kampf/kg4.htm

https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Kampfgeschwader/KG4.htm

Commentaires

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Stabsarzt

Oberarzt

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